Historie

The Great 10k Berlin

Am 12. Oktober 2008 startete BERLIN LÄUFT eine Premiere: die ASICS Grand 10 Berlin. Auf Anhieb gingen dabei 5.363 Läufer an den Start. Damit war die Veranstaltung der erfolgreichste Newcomer des Jahres unter den neuen deutschen Läufen. Und die Teilnehmerzahlen bei der ASICS Grand 10 Berlin steigen deutlich. Rund 6.500 Athleten wurden für die zweite Auflage registriert.

Die Strecke dieses 10-km-Laufes führt seitdem mit Start und Ziel am Schloß Charlottenburg mitten durch die Hauptstadt. Der Clou ist dabei, dass die Teilnehmer dieses Rennens ein Stück durch den Berliner Zoo laufen. Integriert in die ASICS Grand 10 Berlin ist eine ,Tandem’-Staffel über 2x5 km.

„Wir wollen die ASICS Grand 10 Berlin mittelfristig als größten deutschen 10-km-Lauf etablieren“, sagt Gerhard Janetzky, der Race-Direktor von BERLIN LÄUFT. Die Organisation hatte im Mai 2008 erstmals erfolgreich den traditionsreichen Berliner 25-km-Lauf, den BIG 25 Berlin, mit Ziel im Olympiastadion veranstaltet. Es gibt in Deutschland verglichen zu anderen Ländern zurzeit noch keinen wirklich großen, international bedeutenden 10-km-Lauf – diese Lücke will BERLIN LÄUFT mit der ASISC Grand 10 Berlin mittelfristig schließen.

Die Strecke der ASICS Grand 10 Berlin ist ein City-Rundkurs, der unter anderem die folgenden Punkte einschließt: Ernst-Reuter-Platz, Siegessäule, Zoo, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Kantstraße sowie das Schloß Charlottenburg, wo das Rennen auch gestartet wird. In den Zoo rennen die Läufer über das Katharina-Heinroth-Ufer. Dann führt die Strecke unter anderem vorbei an den Gehegen der Nashörner und Löwe. Durch das Elefantentor geht es auf den Olof-Palme-Platz.

In die ASICS Grand 10 Berlin ist eine ,Tandem’-Staffel über 2x5 km integriert. Hier können sich also zwei Läufer zusammenschließen, die sich die 10-km-Distanz teilen. Die Wechselzone der beiden 5-km-Abschnitte befindet sich am Katharina-Heinroth-Ufer. Die 2x5-km-Staffel ist offen für alle Läufer – Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte, Nachbarn oder Familienmitglieder können sich zu einer ,Tandem’-Staffel zusammenschließen.

2008

Simon Kasimili, Sieger der ASICS Grand 10. Foto: Engler
Simon Kasimili, Sieger der ASICS Grand 10. Foto: Engler

Simon Kasimili und Ulrike Maisch gewinnen Premiere

Der Kenianer Simon Kasimili und die Marathon-Europameisterin Ulrike Maisch (LAV Rostock) haben die Premiere der ASICS Grand 10 Berlin gewonnen. Bei idealen Wetterbedingungen gingen am Schloß Charlottenburg 5.363 Läufer an den Start, darunter viele prominente Athleten wie zum Beispiel Olympiasieger Dieter Baumann (LAV ASICS Tübingen). Über 50.000 Zuschauer säumten den 10-km-Rundkurs, der unter anderem durch den Berliner Zoo führte. Integriert in das Rennen war eine 2x5-km-Staffel. Hier liefen der aktuelle Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno und der Triathlon-Weltmeister 2007, Daniel Unger, im Team ASICS 1 auf Rang sieben in 32:26 Minuten.

„Wir hatten eine wunderbare Premiere vor einer super Kulisse. Die Strecke ist schnell. Das ist eine gute Basis, um im nächsten Jahr der größte deutsche 10-km-Lauf zu werden“, erklärte Race-Direktor Gerhard Janetzky. Begeistert war auch Dieter Baumann, der mit einer Gruppe von Breitensportlern fünf Minuten vor dem Feld startete und locker nach 48:40 Minuten auf Rang 938 das Ziel erreichte. „Die 10 Kilometer sind eine tolle Strecke, und ich denke, dass sich dieser Lauf gut entwickeln wird“, erklärte Dieter Baumann und fügte hinzu: „Im nächsten Jahr komme ich auf jeden Fall wieder – dann laufe ich richtig!“

Simon Kasimili hatte frühzeitig im Rennen die Initiative ergriffen und die Führung übernommen. Am Ende war er in flotten 28:44 Minuten im Ziel am Schloß Charlottenburg. „Es hat Spaß gemacht, durch den Zoo zu laufen. Aber ich hatte natürlich keine Zeit, nach den Tieren zu schauen“, sagte der Sieger, der die Strecke der ASICS Grand 10 Berlin für sehr schnell hält. „Ich denke, dass wir hier in der Zukunft Weltklassezeiten von 27:30 Minuten sehen werden“, erklärte Simon Kasimili.

Ulrike Maisch, Siegerin der ASICS Grand 10. Foto: Engler
Ulrike Maisch, Siegerin der ASICS Grand 10. Foto: Engler

Zufrieden war auch André Pollmächer (LAC Chemnitz). Der 25-Jährige kam in 28:48 Minuten mit nur vier Sekunden Rückstand hinter Simon Kasimili ins Ziel und stellte damit eine deutsche Jahresbestzeit über 10 km auf. „Ich habe mich ordentlich zurückgemeldet und während des Rennens gut gefühlt. Ich bin auf dem richtigen Weg“, erklärte André Pollmächer, der bei den ASICS Grand 10 Berlin aufgrund verschiedener Verletzungsprobleme sein erstes Rennen seit über einem Jahr lief. Am 26. Oktober wird er beim Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon sein Marathondebüt laufen. Dritter wurde bei den ASICS Grand 10 Berlin der Kenianer John Mutai in 29:25 Minuten.

Bei den Frauen siegte Ulrike Maisch in 34:53 Minuten am Ende souverän vor der zwischenzeitlich in Führung liegenden Julia Viellehner (LG Passau/36:05). Dritte wurde Claudia Dreher (LG Ihleläufer Burg) mit 37:54. „Ich hatte auf eine etwas schnellere Zeit gehofft, aber ich bin nicht unzufrieden. Es gab viel Anfeuerung an der Strecke“, erklärte Ulrike Maisch.

 

 

 

2009

Sieger der ASICS Grand 10 2009, Jan Kreisinger, Foto: BERLIN LÄUFT
Sieger der ASICS Grand 10 2009, Jan Kreisinger, Foto: BERLIN LÄUFT

Joan Aiyabei läuft Kursrekord

Einen Teilnehmer- und einen Streckenrekord gab es bei der zweiten Auflage der ASICS Grand 10 Berlin am Sonntag. Während der Tscheche Jan Kreisinger das Männerrennen über 10 km in 29:46 Minuten für sich entschied, stellte die Kenianerin Joan Aiyabei mit 33:48 einen Streckenrekord auf. Mit 6.489 Läufern aus 25 Nationen verzeichnete Veranstalter BERLIN LÄUFT bei den ASICS Grand 10 Berlin eine Steigerung von über 20 Prozent gegenüber der Premiere 2008. Die meisten Ausländer kamen aus der Schweiz mit 67 Startern. Parallel zu dem 10-km-Lauf fand auch eine 2x5-km-Staffel sowie ein Kinderlauf über rund 1,6 km statt.

„Wir freuen uns über diese deutliche Steigerung, die zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind mit den ASICS Grand 10 Berlin“, erklärte Race-Direktor Gerhard Janetzky, der dieses Rennen als Deutschlands größten 10-km-Lauf etablieren will.

Bei kühlen Temperaturen und zeitweiligem Nieselregen entwickelte sich auf der Strecke mit Start und Ziel am Schloß Charlottenburg sowie einer Passage durch den Zoo ein Zweikampf. Der favorisierte Faustin Musa (Tansania) und Jan Kreisinger liefen bis kurz vor Kilometer neun gemeinsam an der Spitze. Danach setzte sich überraschend der 25-jährige Tscheche vom Afrikaner ab. „Das ist einfach mein Wetter, bei Hitze hätte ich Faustin Musa wohl nicht schlagen können“, erklärte Jan Kreisinger, der hofft, sich im nächsten Jahr über 5.000 m für die Europameisterschaften in Barcelona qualifizieren zu können. Hinter Jan Kreisinger (29:46) und dem zweitplatzierten Faustin Musa (29:59) wurde Wolfram Müller (LG ASICS Pirna) in 30:26 Minuten Dritter. „Für mich als Mittelstreckler ist diese Zeit im Herbst ein Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden sein kann“, erklärte Wolfram Müller, der nach seinem starken vierten Platz über 1.500 m bei der Hallen-EM aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel die WM im Sommer verpasste. „Ich bin bereit für das nächste Jahr. Ziel ist es dann, bei der EM ins Finale zu kommen.“

Siegerin der ASICS Grand 10: Joan Alyabel. Foto: BERLIN LÄUFTAuf Rang sieben kam Falk Cierpinski (SG Spergau) in 32:16 Minuten ins Ziel. Nach einer Pause von rund einem Monat hatte er noch nicht wieder genug Training in den Beiden, um ganz vorne dabei zu sein. „Es war ein bisschen zu kühl und ich merkte, dass meine Oberschenkelmuskulatur fest wurde“, erklärte Falk Cierpinski. „Gut war aber, dass ich heute kein Seitenstechen hatte. Das war das Problem beim WM-Marathon und bei weiteren Rennen in diesem Jahr.“ Dieter Baumann (LAV ASICS Tübingen) zeigte, dass er nach wie vor fit ist. Bereits auf Rang neun in 32:53 Minuten erreichte der 5.000-m-Olympiasieger von 1992 das Ziel. „33 Minuten, großzügig aufgerundet, das ist doch ganz okay“, erklärte der 44-Jährige, der am Abend zuvor in der Berliner Mercedes-Welt die Zuschauer mit seinem Kabarett ,Körner, Currywurst, Kenia’ ausgezeichnet unterhalten hatte.

Schnellste Frau war erwartungsgemäß die große Favoritin: Die 30-jährige Kenianerin Joan Aiyabei gewann das Rennen in 33:48 Minuten nach einem Start-Ziel-Sieg und verbesserte den Streckenrekord von Ulrike Maisch (LAV Rostock/34:53) gleich um über eine Minute. „Ich wusste nicht, wo der Kursrekord stand“, sagte Joan Aiyabei und fügte hinzu: „Wenn es wärmer gewesen wäre, hätte ich noch schneller rennen können.“ Mit großem Abstand folgten der Kenianerin Dawn Domaschk (USA/38:31), Kathrin Wyss (Schweiz/38:52) und die Berlinerin Paulina Boenisz (38:58) ins Ziel.

 

 

 

2010

Leonard Komon gewann die ASICS Grand 10 in Berlin bereits zweimal hintereinander. Foto: BERLIN LÄUFT/Jürgen Engler
Leonard Komon gewann die ASICS Grand 10 in Berlin bereits zweimal hintereinander. Foto: BERLIN LÄUFT/Jürgen Engler

Leonard Komon läuft deutschen Allcomer-Rekord

Mit einem deutschen Allcomer-Rekord hat Leonard Komon am Sonntag die ASICS Grand 10 in Berlin gewonnen. Der Kenianer erreichte über die 10-km-Distanz 27:12 Minuten und erzielte damit die mit Abstand schnellste Zeit, die je auf deutschem Boden über diese Strecke gelaufen wurde. Schnellste Frau war Agnieszka Gortel (Polen) in 34:08 Minuten. Bei dem Rennen mit Start und Ziel am Schloß Charlottenburg gingen bei kühlen, trockenen und sonnigen Wetterbedingungen 7.145 Läufer aus 27 Nationen an den Start.

Das Aufeinandertreffen des aktuellen Weltrekordlers über die 10-km-Distanz, Leonard Komon (26:44 Minuten), und seines Vorgängers, Micah Kogo (Kenia/27:01), gewann Ersterer souverän. Nachdem zunächst vier Kenianer – neben Komon und Kogo auch Mike Kigen und Jacub Cheshari – die Spitzengruppe formierten, setzte sich im zweiten Abschnitt der Weltrekordler deutlich ab. Die Hoffnungen auf einen Weltrekord erfüllten sich zwar nicht, jedoch erreichte der erst 22-jährige Leonard Komon mit 27:12 Minuten einen deutschen Allcomer-Rekord.

Die zuvor schnellste in einem deutschen 10-km-Rennen erreichte Zeit hatte Komons Landsmann Daniel Chebii erst vor rund einem Monat beim Düsseldorfer Kö-Lauf mit 27:43 Minuten aufgestellt. Das Weltklasse-Resultat von Leonard Komon ist die elftschnellste Zeit aller Zeiten über 10 km und die viertschnellste in diesem Jahr. Der Kenianer ist zudem der einzige Läufer, der über diese Straßendistanz jetzt schon dreimal unter 27:15 Minuten blieb (26:44, 27:10 und jetzt 27:12). „Ich war mir nicht sicher, ob ich hier den Weltrekord noch einmal packe. Aber es war ein tolles Rennen, und das Publikum in Berlin ist fantastisch“, erklärte Leonard Komon, der nun seine Saison beendet.

Mit 13 Sekunden Rückstand lief Mike Kigen als Zweiter ebenfalls noch eine Weltklassezeit von 27:25 Minuten, die für ihn auch eine persönliche Bestzeit bedeutet. Auch die nächsten drei Ränge belegten Kenianer: Jacub Cheshari wurde in 28:10 Minuten Dritter, gefolgt von Micah Kogo (28:24) und Stephen Tum (28:25). Als bester Nicht-Afrikaner belegte Vorjahressieger Jan Kreisinger (Tschechische Republik/29:37) vor dem besten Deutschen, Marc Schulze (Berlin/29:40), Rang sechs.

Im deutlich schwächer besetzten Frauenrennen siegte Favoritin Agnieszka Gortelaus Polen, die ihre persönliche Bestzeit auf der schnellen Berliner Strecke um 20 Sekunden auf 34:08 Minuten steigern konnte. Auf dem zweiten Platz landete die Leipzigerin Carina Schipp, die in 36:30 vor Dawn Domaschk (USA/36:39) im Ziel war.

 

 

2011

Sieger der ASICS Grand 10 2011, Leonard Komon, Foto: BERLIN LÄUFT
Sieger der ASICS Grand 10 2011, Leonard Komon, Foto: BERLIN LÄUFT

Leonard Komon läuft Jahresweltbestzeit

Leonard Komon wurde bei den ASICS Grand 10 in Berlin am Sonntag seiner Favoritenrolle gerecht. Der kenianische Vorjahressieger setzte sich bei dem 10-km-Rennen erneut souverän durch und stellte mit 27:15 Minuten die Jahresweltbestzeit seines Landsmannes Micah Kogo ein. Der Kenianer hatte im Frühjahr in Brussum (Niederlande) mit dieser Zeit gewonnen. Während Leonard Komon seinen eigenen Streckenrekord aus dem vergangenen Jahr nur um drei Sekunden verpasste, gab es bei den Frauen bei den ASICS Grand 10 einen Kursrekord. Hier siegte die Britin Mara Yamauchi in 32:19 Minuten. Gut 7.000 Läufer gingen bei guten, aber kühlen Wetterbedingungen an den Start.

Vom Start weg hatten die drei Kenianer Leonard Komon, Josphat Bett und Henry Kiplagat das Rennen dominiert und lagen bei der Zwischenzeit über 5 km noch gemeinsam auf Weltrekordkurs. Diese Marke passierten sie auf der schnellen Rundstrecke in 13:23 Minuten. Die Bestmarke von Komon steht bei 26:44 Minuten.

Zwischen den Kilometerpunkten 6 und 7 setzte sich Komon ab und rannte fortan alleine gegen die Uhr. Bei leichtem Gegenwind auf der Kantstraße verlor er dann etwas Zeit und verpasste den avisierten Kursrekord am Ende knapp. Josphat Bett wurde in 27:45 Minuten Zweiter, Henry Kiplagat benötigte als Dritter 27:52. Vierter wurde Arne Gabius (Asics Tübingen) in 28:58 Minuten. Auch der Olympiasieger von 1992, Dieter Baumann, der seinen Start im Vorjahr noch verletzungsbedingt absagen musste, kam ins Ziel und belegte in 31:54 den 19. Platz.

„Ich starte sehr gerne in Berlin. Leider hat heute nicht alles geklappt, was ich mir vorgenommen habe, aber ich bin sehr zufrieden mit der Zeit. Drei Sekunden über meiner Zeit im Vorjahr, damit kann ich leben“, erklärte Leonard Komon.

Bei den Frauen wurde die britische Weltklasseläuferin Mara Yamauchi ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte mit neuem Streckenrekord in 32:19. Damit war sie gut eineinhalb Minuten schneller unterwegs als die bisherige Rekordhalterin Joan Aiyabei aus Kenia im Jahr 2009 (33:48). Es folgte an zweiter Stelle mit deutlichem Abstand Sandra Boitz (SC DHfK Leipzig) mit 37:03.

 

 

2012

Sieger der ASICS Grand 10 2012, Leonard Komon, Foto: BERLIN LÄUFT
Sieger der ASICS Grand 10 2012, Leonard Komon, Foto: BERLIN LÄUFT

Hattrick von Leonard Komon, Sieg für Anna Hahner

Leonard Komon hat beim ASICS Grand 10 einen Hattrick geschafft und ist dabei zum dritten Mal eine Weltklassezeit in Berlin gelaufen. Der 24-jährige Kenianer gewann das 10-km-Rennen in 27:46 Minuten. Schnellste Frau war Anna Hahner (Run2Sky.com), die nach 33:50 das Ziel am Schloß Charlottenburg erreichte. Mit 7.225 Anmeldungen verzeichnete Veranstalter BERLIN LÄUFT bei der fünften Auflage einen Teilnehmerrekord.

Das Rennen war der viertschnellste 10-km-Lauf der Welt und der schnellste im deutschsprachigen Raum 2012. Dafür sorgte Leonard Komon bei seinem dritten Sieg in Serie. Der Streckenrekordler, der 2010 in 27:12 und vor einem Jahr mit 27:15 gewonnen hatte, lief vom Start weg ein hohes Tempo. Ab dem fünften Kilometer rannte er alleine an der Spitze und passierte die 5-km-Marke in superschnellen 13:34 Minuten. Auf der zweiten Streckenhälfte verlor der 10-km-Weltrekordler (26:44) aufgrund windiger Bedingungen etwas an Tempo. Somit verpasste er schließlich die avisierte Jahresweltbestzeit von 27:29 Minuten um 17 Sekunden. Doch Leonard Komons Siegzeit ist trotzdem hochkarätig. Es ist die zehntschnellste Zeit in der Welt in diesem Jahr. „Es war schade, dass der Wind so stark war. Aber ich denke, ich werde nächstes Jahr wieder zum ASICS Grand 10 zurückkommen und einen neuen Anlauf nehmen“, erklärte Leonard Komon.

Auch die folgenden beiden Läufer erzielten internationale Top-Ergebnisse: In einem Sprint-Finish um Platz zwei setzte sich David Kogei (Kenia) mit 27:56 Minuten vor seinem zeitgleichen Landsmann Richard Mengich durch. Als bester deutscher Läufer lief überraschend Jacob Stiller (LAZ Leipzig) auf Platz neun in 30:05 Minuten einen Rang vor dem 3.000-m-Hindernisspezialisten Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen/Kieler TB/30:10) ins Ziel.

Für den ersten deutschen Sieg seit Ulrike Maisch (LAV Rostock) 2008 sorgte Anna Hahner. Die 22-Jährige zeigte nur zwei Wochen nach ihrem achten Platz beim Berlin-Marathon einen starken Lauf und siegte in 33:50 Minuten überlegen vor Lucie Sekanova (Tschechische Republik/34:23). Dritte wurde Lisabeth Wagner (Dresdner SC) mit 36:22.

 

 

2013

Joyce Chepkirui lief eine Weltklassezeit. Foto: BERLIN LÄUFT / Thomas Wenning
Joyce Chepkirui lief eine Weltklassezeit. Foto: BERLIN LÄUFT / Thomas Wenning

Joyce Chepkirui läuft Rekord, Leonard Komon siegt erneut

Mit einer Weltklasseleistung krönte Joyce Chepkirui die ASICS Grand 10. Die Kenianerin stürmte in dem 10-km-Rennen nach 30:37 Minuten ins Ziel am Schloß Charlottenburg. Damit brach Joyce Chepkirui nicht nur den Streckenrekord sondern auch den deutschen Allcomer-Rekord und erreichte die sechstschnellste Zeit aller Zeiten über diese Distanz. Lediglich 16 Sekunden fehlten in Berlin zum 10-km-Weltrekord. Zweite wurde mit nur einer Sekunde Rückstand die Äthiopierin Tadelech Bekele. Nie zuvor liefen in einem 10-km-Rennen die beiden erstplatzierten Läuferinnen derartig schnelle Zeiten. Bereits zum vierten Mal in Folge gewann Leonard Komon die ASICS Grand 10. Der Kenianer erzielte mit 27:48 Minuten ebenfalls eine hochklassige Zeit. André Pollmächer (Rhein-Marathon Düsseldorf) wurde Sechster mit 29:11.

Die beiden deutschen Läufer-Stars der 90er Jahre, Dieter Baumann und Uta Pippig, starteten ebenfalls bei der ASICS Grand 10. Insgesamt verzeichnete BERLIN LÄUFT bei der sechsten Auflage des Rennens 6.589 Teilnehmer.

Bei kühlem aber trockenem Wetter mit Temperaturen von 11 Grad und einem zeitweilig leichtem Wind lief Joyce Chepkirui von Beginn an ein hohes Tempo. An ihre Fersen heftete sich unmittelbar nach dem Start Tadelech Bekele. Die beiden passierten die 5-km-Marke in 15:05 Minuten – einer Zeit, die sogar auf einen möglichen Weltrekord hindeutete. Diese Bestmarke hatte die Britin Paula Radcliffe mit 30:21 Minuten vor zehn Jahren aufgestellt. Doch in der zweiten Streckenhälfte verlor das Führungsduo leicht an Tempo, so dass der Rekord nicht mehr erreichbar war. Mit ein paar Metern Vorsprung gewann Joyce Chepkirui in 30:37 Minuten vor Tadelech Bekele. Damit pulverisierte sie den Streckenrekord von 32:19 Minuten und erreichte die schnellste je auf deutschem Boden gelaufene 10-km-Zeit. Den deutschen Allcomer-Rekord hatte Irina Mikitenko 2008 in Karlsruhe mit 30:57 Minuten aufgestellt. „Ich bin sehr froh über meine Bestzeit. Die Bedingungen waren nicht ganz ideal, es war etwas zu kalt. Aber wir sind trotzdem ein gleichmäßig hohes Tempo gelaufen“, sagte Joyce Chepkirui, die ihre persönliche Bestzeit um eine Sekunde unterbot. Hinter Tadelech Bekele, die in Berlin als Zweite mit 30:38 Minuten zur siebtschnellsten 10-km-Läuferin aller Zeiten wurde, belegte Fabienne Schlumpf Rang drei. Die Schweizerin erzielte mit 33:16 ebenfalls eine persönliche Bestzeit.

Bei den Männern wurde in der ersten Phase des Rennens taktiert, so dass das Tempo nicht so schnell war wie erwartet. Nach vier Kilometern setzte sich Leonard Komon dann ab, nachdem dem Kenianer die Zwischenzeiten zu langsam waren. Mit deutlichem Vorsprung gewann der 25-jährige Streckenrekordler (27:12 im Jahr 2010) in 27:48 Minuten und verwies den Jahresweltbesten Adugna Takele auf Rang zwei. Der Äthiopier lief 28:06 Minuten. Dritter wurde Richard Mengich (Kenia/28:13).

 

 

2014

Joyce Chepkirui (links) gewann das Rennen ganz knapp vor Emily Chebet. Fotos: BERLIN LÄUFT / Action Photo
Joyce Chepkirui (links) gewann das Rennen ganz knapp vor Emily Chebet. Fotos: BERLIN LÄUFT / Action Photo

Joyce Chepkirui gewinnt Fotofinish mit Weltklassezeit 

Mit einer Weltklasseleistung krönte Joyce Chepkirui die ASICS Grand 10. Die Kenianerin stürmte in dem 10-km-Rennen nach 30:37 Minuten ins Ziel am Schloß Charlottenburg. Damit brach Joyce Chepkirui nicht nur den Streckenrekord sondern auch den deutschen Allcomer-Rekord und erreichte die sechstschnellste Zeit aller Zeiten über diese Distanz. Lediglich 16 Sekunden fehlten in Berlin zum 10-km-Weltrekord. Zweite wurde mit nur einer Sekunde Rückstand die Äthiopierin Tadelech Bekele. Nie zuvor liefen in einem 10-km-Rennen die beiden erstplatzierten Läuferinnen derartig schnelle Zeiten. Bereits zum vierten Mal in Folge gewann Leonard Komon die ASICS Grand 10. Der Kenianer erzielte mit 27:48 Minuten ebenfalls eine hochklassige Zeit. André Pollmächer (Rhein-Marathon Düsseldorf) wurde Sechster mit 29:11.

Die beiden deutschen Läufer-Stars der 90er Jahre, Dieter Baumann und Uta Pippig, starteten ebenfalls bei der ASICS Grand 10. Insgesamt verzeichnete BERLIN LÄUFT bei der sechsten Auflage des Rennens 6.589 Teilnehmer.

Bei kühlem aber trockenem Wetter mit Temperaturen von 11 Grad und einem zeitweilig leichtem Wind lief Joyce Chepkirui von Beginn an ein hohes Tempo. An ihre Fersen heftete sich unmittelbar nach dem Start Tadelech Bekele. Die beiden passierten die 5-km-Marke in 15:05 Minuten – einer Zeit, die sogar auf einen möglichen Weltrekord hindeutete. Diese Bestmarke hatte die Britin Paula Radcliffe mit 30:21 Minuten vor zehn Jahren aufgestellt. Doch in der zweiten Streckenhälfte verlor das Führungsduo leicht an Tempo, so dass der Rekord nicht mehr erreichbar war. Mit ein paar Metern Vorsprung gewann Joyce Chepkirui in 30:37 Minuten vor Tadelech Bekele. Damit pulverisierte sie den Streckenrekord von 32:19 Minuten und erreichte die schnellste je auf deutschem Boden gelaufene 10-km-Zeit. Den deutschen Allcomer-Rekord hatte Irina Mikitenko 2008 in Karlsruhe mit 30:57 Minuten aufgestellt. „Ich bin sehr froh über meine Bestzeit. Die Bedingungen waren nicht ganz ideal, es war etwas zu kalt. Aber wir sind trotzdem ein gleichmäßig hohes Tempo gelaufen“, sagte Joyce Chepkirui, die ihre persönliche Bestzeit um eine Sekunde unterbot. Hinter Tadelech Bekele, die in Berlin als Zweite mit 30:38 Minuten zur siebtschnellsten 10-km-Läuferin aller Zeiten wurde, belegte Fabienne Schlumpf Rang drei. Die Schweizerin erzielte mit 33:16 ebenfalls eine persönliche Bestzeit.

Bei den Männern wurde in der ersten Phase des Rennens taktiert, so dass das Tempo nicht so schnell war wie erwartet. Nach vier Kilometern setzte sich Leonard Komon dann ab, nachdem dem Kenianer die Zwischenzeiten zu langsam waren. Mit deutlichem Vorsprung gewann der 25-jährige Streckenrekordler (27:12 im Jahr 2010) in 27:48 Minuten und verwies den Jahresweltbesten Adugna Takele auf Rang zwei. Der Äthiopier lief 28:06 Minuten. Dritter wurde Richard Mengich (Kenia/28:13).

2015

Gladys Chesire läuft Jahresweltbestzeit, Foto: BERLIN LÄUFT / Thomas Wenning
Gladys Chesire läuft Jahresweltbestzeit, Foto: BERLIN LÄUFT / Thomas Wenning

Gladys Chesire läuft Jahresweltbestzeit, Arne Gabius persönlichen Rekord

Mit einer Jahresweltbestzeit von 30:41 Minuten gewann Gladys Chesire die ASICS Grand 10 Berlin. Beim schnellsten deutschen 10-km-Rennen sorgte die Kenianerin für das Highlight des Tages und etablierte sich in der Liste der schnellsten 10-km-Läuferinnen aller Zeiten auf Rang neun. Auf den Plätzen zwei und drei liefen Alice Nawonuna (Kenia) mit 31:02 und Sutume Asefa Kebede (Äthiopien) mit 31:11 ebenfalls Weltklassezeiten. Das Rennen der Männer gewann der erst 19-jährige Joshua Cheptegei, der mit hochklassigen 27:50 einen Landesrekord für Uganda aufstellte. Ihm folgten Philemon Cheboi (Kenia) und Abayneh Degu Tsehay (Äthiopien), die zeitgleich in 28:05 die Ränge zwei und drei belegten. Nur zwei Sekunden dahinter lief Arne Gabius (LTH Hamburg Marathon) als Vierter mit 28:07 eine persönliche Bestzeit. Bei insgesamt guten, jedoch windigen Wetterbedingungen verzeichnete Veranstalter BERLIN LÄUFT mit 7.844 Anmeldungen einen Teilnehmerrekord.

Wiederum sorgte bei der ASICS Grand 10 Berlin die Siegerin und nicht der schnellste Mann für das hochklassigste Resultat. Von Beginn an drückte die 21-jährige Gladys Chesire auf das Tempo. Die kleine Kenianerin lief in einer Männergruppe und war deswegen recht gut vom Wind geschützt. Auf den ersten Kilometern hielt Satume Asefa Kebede noch mit, doch dann musste sie Chesire ziehen lassen. Am Ende kam die Kenianerin noch sehr dicht an den Streckenrekord ihrer Landsfrau Joyce Chepkirui heran, die vor zwei Jahre mit 30:37 gewonnen hatte. Die Jahresweltbestzeit, die Peris Chepchirchir (Kenia) mit 30:55 in Prag aufgestellt hatte, unterbot sie deutlich.

Schnellste deutsche Läuferin wurde Sarah Kistner (MTV Kronberg) mit einer Steigerung auf 33:38 als Neunte. Kurzfristig hatte sich die dreifache Berlin- und Boston-Marathon-Siegerin Uta Pippig zu einem Start in ihrer Heimatstadt entschlossen. Die in Boulder (USA) lebende Läuferin, die vor kurzem ihren 50. Geburtstag feierte, belegte Rang 70 in 42:52 Minuten.

Im Rennen der Männer setzte sich Joshua Cheptegei kurz nach Kilometer 7 von seinen Konkurrenten entscheidend ab. Der 19-jährige amtierende Junioren-Weltmeister über 10.000 m verbesserte auf der schnellen Berliner Strecke seine Bestzeit um über eine halbe Minute und brach mit 27:50 den ugandischen Rekord von Moses Kipsiro um zwei Sekunden. Starker Gegenwind, der besonders auf der ersten Streckenhälfte die Topläufer behinderte, verhinderte noch schnellere Zeiten.

Arne Gabius konnte das Tempo von Joshua Cheptegei zwar nicht ganz halten, doch mit 28:07 rannte er exakt eine Sekunde schneller als vor einem Jahr bei den ASICS Grand 10 Berlin.

 

2016

Gladys Chesire läuft Jahresweltbestzeit, Foto: BERLIN LÄUFT / Thomas Wenning
Gladys Chesire läuft Jahresweltbestzeit, Foto: BERLIN LÄUFT / Thomas Wenning

Aus Grand 10 wird Great 10! The Great 10k Berlin 2016

2016 geht Deutschlands schnellster 10 km-Lauf erstmals unter neuem Namen an den Start. Aus Grand 10 Berlin wird The Great 10k Berlin. Start, Ziel und Streckenverlauf bleiben selbstverständlich gleich. Gestartet wird am 2. Oktoberwochendende.